Nur wer lesen, schreiben und rechnen kann, hat die Chance, einen Beruf zu erlernen und damit im Leben auf eigenen Beinen zu stehen. Doch in Uganda – wie in vielen anderen afrikanischen Ländern - gehen sehr viele Kinder nicht einmal zur Grundschule, weil sie arbeiten müssen oder die Familie das Schulgeld nicht bezahlen kann.
Esomero bedeutet „Schule“ auf Luganda. Ziel der Initiative Somero ist es daher, die schulische und berufliche Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Uganda, die bisher keinen oder nur geringen Zugang zu Bildung hatten, direkt und unbürokratisch zu unterstützen. Weil Mädchen und junge Frauen in Uganda besonders geringe Bildungschancen haben, liegt ein besonderer Schwerpunkt von Somero auf der Förderung von Mädchen und jungen Frauen.
Somero vermittelt Bildungspatenschaften. Über die Bildungspatenschaft werden Schulgebühren, Schulmaterialien und weitere Dinge des täglichen Lebens wie Seife, Kleidung sowie medizinische Ausgaben finanziert. Die Förderung ist nicht nur finanzieller, sondern auch ideeller Natur.
Denn um einen jungen Menschen auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen, bedarf es einer umfassenden Förderung, die sich nicht nur auf die Schulbildung beschränkt. Dazu gehört das Angebot einer beruflichen Perspektive, Beratung in allen Lebensfragen, medizinische und auch psychische Betreuung, denn viele Jugendliche sind durch Misshandlung und sexuellen Missbrauch, extreme Armut und HIV/AIDS traumatisiert. Den geförderten jungen Menschen steht deshalb ein Mentor zur Seite, der sich regelmäßig mit ihnen trifft. Bei Bedarf hilft er den Jugendlichen dabei, geeignete medizinische und therapeutische Behandlung zu erhalten. Der Mentor unterstützt die Stärkung des Selbstvertrauens und der Selbstverantwortung der Jugendlichen. Bisher übernimmt der ugandische Sozialarbeiter Geofrey Nsubunga diese Aufgabe. Er ist sehr erfahren in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus den Slums von Kampala und setzt sich unermüdlich für die Mädchen ein. Er hat bereits andere Sozialarbeiter mobilisiert, die ihn unterstützen werden, sobald unsere Initiative wächst und er die Mädchen nicht mehr alleine betreuen kann.